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Im Konvoi zum Erfolg
Die neuen Verträge der AOK Rheinland mit den Leistungserbringergruppen sahen die Einführung von Qualitätssicherungssystemen vor. Auf Vorschlag der Gruppen soll­ten diese Systeme auf der Basis des Standards ISO 13485 gestaltet werden. Das Vorliegen einer Zertifizierung sollte diesen Standard absichern. Die AOK Rheinland, inzwischen auch der VdAK, übertrugen diese Vereinbarung auch auf die Orthopädie und Sanitätshäuser, wenn sie Interimsprothesen fertigen. Diese Vereinbarung, die bereits im September 2003 geschlossen wurde, sieht eine Zertifizierung aller Be­triebe bis zum Ende des Jahres vor. Es galt also schnell zu handeln. Die LAG konnte ihre Mitglieder dadurch unterstützen, indem sie mit branchenerfahrenen Beratern Ge­spräche führte, wie eine Vorbereitung und Zertifizierung mit möglichst wenig Aufwand und Kosten geleistet werden konnte. Denn schließlich galt es die erreichten Quali­täts­standards abzusichern und zu dokumentieren und nicht neue Verfahren zu kreieren.

Für die LAG war hier rasches Handeln geboten, wollte man den Mitgliedsbetrieben bis zum Jahresende nicht nur Unterstützungen anbieten, sondern auch bereits die Um­setzung vollzogen und die Zertifizierungen erreicht haben. In der Folge wurden zahl­reiche Gespräche mit Beratungsfirmen und mit Zertifizierungsgesellschaften ge­führt und in den Rundschreiben die Mitgliedsbetriebe über das Vorhaben informiert. Am besten konnte die QBuS Unternehmensberatung überzeugen. Ihr Konzept, in Form von Workshopserien (Konvois) die Erfahrungen der einzelnen Betriebe zu bün­deln und gemeinsame Lösungen zu finden, konnte überzeugen. Der Aufwand war ange­messen und die Kosten überschaubar. Zudem versprach die straffe Projekt­organisation, dass man die angestrebten Termine auch einhalten konnte. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Berater von QBuS auch in der Zeit vor und nach der Beratung, insbesondere in der Zertifizierungsphase, als Partner der Mitglieder ver­stehen.

Als Zertifizierungsunternehmen wurde der VQZ Bonn mit ins Boot geholt. Die flexiblen und kostengünstigen Zertifizierungsangebote passten am besten zu den erst im Entstehen befindlichen Konvoigruppen. Auch konnte man sich hier darauf ver­lassen, dass der Zertifizierer und die Auditoren sich mit den Gegebenheiten in Klein- und Mittelbetrieben auskannten. In einem Rahmenvertrag zwischen LAG und VQZ Bonn wurden die Bedingungen der Zusammenarbeit, insbesondere noch einmal günstigere Zertifizierungsgebühren für die Betriebe in NRW und die gemeinsame Information der Mitglieder, festgelegt.

Nach ersten Informationsveranstaltungen und umfassenden Informationen über die Rundschreiben der LAG wurde bald klar, das vorgestellte Paket überzeugte so gut, dass sich dann auch Betriebe beteiligten, die nicht den Vertrag der Leistungs­er­bringergruppe Interimsprothesen unterschrieben hatten. Dies allerdings in weiser Voraussicht, dass sie von den Konvois auch jetzt schon profitieren konnten und eine Zertifizierung früher oder später auch auf sie zukommen würde.

Die große Zustimmung und auch erste Erfahrungen in der Konvoiphase und in der Zertifizierungsphase zeigen, dass die Erwartungen mehr als erfüllt wurden. In den Konvois werden zur Zeit 70 Mitgliedsbetriebe der LAG auf eine Zertifizierung vorbereitet. Die Betriebe stehen an unterschiedlichen Stellen. Einige sind bereits zertifiziert, andere sind noch in den Konvois. Aber bisher haben alle Mitgliedsbetriebe die gesteckten Klassenziele erreicht.