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Nachlese Fortbildung für Managementbeauftragte 2018: Was ist das richtige Arbeitsschutzmanagement-System?


Zur Fortbildung für Managementbeauftragte des Bonner Zertifizierers VQZ Bonn kamen am 9. Oktober eine Reihe renommierter Referenten in das Maritim Hotel Bonn. Im Anschluss an ihre Fachvorträge diskutierten sie lebhaft über aktuelle Trends und Entwicklungen zu Themen wie EU-DSGVO, Interne Audits, die neue ISO 13484:2016 und Arbeitsschutz-Zertifikate mit den Teilnehmern der Veranstaltung. Zu den Experten zählte auch Thomas Fixemer vom Zertifizierungsteam von VQZ Bonn, der über seine jahrelangen Erfahrungen vor allem im industriellen Investitionsgüterbereich und dem Dienstleistungs-sektor berichtete. Dabei betonte er zwei eindeutige Entwicklungen: Arbeitsschutz-Managementsystemen (ASM-Systemen) werden für Unternehmen immer wichtiger und die Unternehmen müssten aus der immer größeren Zahl von ASM-Systemen die für ihren Betrieb sinnvollste Lösung wählen.

Kompatibilität mit QM-System
Immer mehr Unternehmen, so Fixemer, benötigten Arbeitsschutz-Zertifikate als Nachweis, um Aufträge aus der öffentlichen Hand oder der Wirtschaft zu bekommen. Es gäbe bereits eine Reihe von Zertifikaten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Bei der Auswahl solle man sich im Vorfeld genau überlegen, ob eine Kombinierbarkeit mit einem schon bestehenden Qualitätsmanagement-System (QM-System) möglich ist. Aber nicht alle ASM-Systeme böten diese Möglichkeit.

Empfehlenswerte Systeme
Als neues, übergreifendes ASM-System verdiene die DIN EN ISO 45001 besondere Würdi-gung. Es handelt sich um ein besonders umfangreich angelegtes Managementsystem für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sein großer Vorteil, so Fixemer: Es sei kompatibel zur DIN EN ISO 9001, weil es die gleiche Struktur (HLS) aufweist. Auch das SCC/SCP Regelwerk habe sich seit der letzten Novellierung im September 2011 bewährt und etabliert, vor allem in den Unternehmen der Dienstleistungsbranche. Auch einige Berufsgenossen-schaften böten mittlerweile ASM-Systeme an. Hervorheben wollte Fixemer insbesondere die MAAS BGW der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Auch bei diesem System sei eine Kombinierbarkeit mit einem bestehenden QM-System möglich. Tomas Fixemer beendete seinen Vortrag mit dem Ratschlag: „Heutige Unternehmer haben den großen Vorteil, dass sie mittlerweile die Qual der Wahl haben. Sie müssen aber dann auch die richtige Wahl für ihren Betrieb treffen."

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